Schema Markup 2026: Welche Rich Results Google noch zeigt

Strukturierte Daten helfen Google, deine Seiten zu verstehen, und können Rich Results ermöglichen. Hier steht, welche Typen 2026 noch zählen und welche eingestellt wurden.

SEO 7 Min. Lesezeit Weblabs Team

Schema Markup 2026: Rich Results als stärkster organischer Conversion-Hebel

Schema Markup sind strukturierte Daten, die Suchmaschinen sagen, was eine Seite bedeutet, etwa ein Produkt, ein Unternehmen oder ein Artikel. Sie können Rich Results ermöglichen, also erweiterte Darstellungen mit Preis, Bewertung oder Brotkrümelpfad, garantieren sie aber nicht (Google Search Central). Wichtig für 2026: Einige früher beliebte Typen wie FAQ zeigt Google nicht mehr an.

Was sind strukturierte Daten und welches Format nutzt du?

Strukturierte Daten sind laut Google ein standardisiertes Format, um Informationen über eine Seite anzugeben und ihren Inhalt zu klassifizieren. Das empfohlene Format ist JSON-LD. Es steht in einem script-Tag, getrennt vom sichtbaren Text, und lässt sich dadurch leichter pflegen. Microdata und RDFa sind ebenfalls erlaubt (Google Search Central). Das Vokabular dafür liefert schema.org; welche Typen daraus in der Google-Suche eine sichtbare Wirkung haben, entscheidet Google in seiner Dokumentation.

Drei Grundregeln aus Googles allgemeinen Richtlinien gelten für jede Auszeichnung (Google: Richtlinien für strukturierte Daten):

  • Die Auszeichnung beschreibt Inhalte, die Besucher auf der Seite sehen können. Unsichtbare Inhalte darfst du nicht auszeichnen.
  • Pflichtfelder müssen vorhanden sein, sonst ist die Seite für das Rich Result nicht berechtigt.
  • Verstöße, etwa irreführendes Markup oder erfundene Bewertungen, können zu einer manuellen Maßnahme führen, die die Berechtigung für Rich Results entzieht.

Verbessert Schema Markup das Ranking?

Google beschreibt Schema Markup als Hilfe für Verständnis und Darstellung, nicht als Rankingabkürzung. In der Dokumentation steht, dass strukturierte Daten erweiterte Ergebnisse ermöglichen können. Zu einem Rankingvorteil steht dort nichts. Der oft behauptete Mechanismus, mehr Klicks führten über ein Nutzersignal zu besseren Positionen, ist in Googles Dokumentation nicht belegt.

Auch die Klickrate lässt sich nicht pauschal beziffern. Wie stark ein Rich Result Klicks beeinflusst, hängt von Branche, Suchanfrage, Position und Wettbewerbern ab. Verlässlicher als Branchenzahlen ist dein eigener Vergleich: Die Search Console zeigt Klicks, Impressionen und Klickrate pro Seite, sodass du Seiten vor und nach der Auszeichnung gegenüberstellen kannst.

Welche Rich Results gibt es 2026 noch?

Google führt in seiner Galerie derzeit 25 unterstützte Funktionen, darunter Article, Breadcrumb, Event, Image metadata, Job posting, Local business, Organization, Product, Review snippet, Software app, Video und Q&A (Google Search Central: Galerie). FAQ und HowTo stehen dort nicht mehr. Der Abbau lief stufenweise:

  • August und September 2023: FAQ-Rich-Results gab es nur noch für bekannte, maßgebliche Behörden- und Gesundheitsseiten. HowTo-Rich-Results fielen zunächst auf Desktop zurück und wurden am 13. September 2023 auch dort eingestellt (Google Search Central Blog).
  • 21. November 2024: Die Sitelinks-Suchbox verschwand (Google Search Central Blog).
  • Juni 2025: Google kündigte an, sieben weitere Typen auslaufen zu lassen: Book Actions, Course Info, Claim Review, Estimated Salary, Learning Video, Special Announcement und Vehicle Listing. Das Ranking sei davon nicht betroffen (Google Search Central Blog).
  • 7. Mai 2026: FAQ-Rich-Results erscheinen gar nicht mehr in der Google-Suche. Die Dokumentation dazu hat Google im Juni 2026 entfernt (Search Central: Dokumentations-Updates).

Vorhandenes Markup musst du nicht zwingend löschen. Zu den eingestellten Typen schreibt Google, nicht mehr genutzte strukturierte Daten verursachten keine Probleme, hätten aber auch keinen sichtbaren Effekt. Ob du alten FAQPage-Code entfernst, ist also eine Aufräumfrage, kein Muss. Plane aber nicht mehr damit, um in der Suche aufzufallen. Den FAQ-Block selbst solltest du als sichtbaren Text behalten, wenn er Besuchern hilft.

Welche Schema-Typen lohnen sich für kleine und mittlere Unternehmen?

Für die meisten Firmenwebsites reichen wenige Typen, die zum Inhalt passen. Die folgende Übersicht zeigt gängige Typen und die wichtigsten Hinweise aus Googles Dokumentation:

Typ Wofür Wichtig laut Google
Organization Unternehmensdaten auf der Startseite, z. B. Logo und Kontakt Keine Pflichtfelder; je mehr passende Eigenschaften, desto besser (Quelle)
LocalBusiness Adresse, Öffnungszeiten für lokale Unternehmen Kann Wissenspanel und Karussell-Darstellungen unterstützen (Quelle)
Product Preis, Verfügbarkeit, Versand, Bewertungen im Shop Unterscheidung in Produkt-Snippets und Händlerlisten (Merchant Listings); Rückgabe-Richtlinie unter Organization ergänzbar (Quelle)
Article / BlogPosting Titel, Bild, Datum und Autor von Beiträgen Hilft bei besserem Titeltext, Bildern und Datumsangaben (Quelle)
BreadcrumbList Position der Seite in der Hierarchie Laut Dokumentation auf Desktop verfügbar (Quelle)
Review / AggregateRating Sternebewertungen für Produkte und andere Typen Eigenbewertungen von LocalBusiness oder Organization sind nur für Seiten zulässig, die Bewertungen über andere erfassen (Quelle)

Welche Typen für dich passen, hängt vom Geschäftsmodell ab. Ein Shop braucht vor allem Product-Daten, ein Dienstleister mit Ladengeschäft LocalBusiness, ein Content-Angebot Article und Breadcrumb. Wer Stellen ausschreibt, sollte Job posting prüfen, was für Social Recruiting und eigene Karriereseiten relevant ist. Bei Shops hängt die Auszeichnung eng an Datenfeeds und Produktpflege, wie wir sie in unseren E-Commerce-Projekten aufsetzen.

Wie funktioniert Product-Markup für Online-Shops?

Für Produktseiten unterscheidet Google zwei Klassen von Auszeichnung: Produkt-Snippets für Seiten, auf denen man das Produkt nicht direkt kaufen kann, und Händlerlisten (Merchant Listings) für Seiten, auf denen Kunden direkt bestellen. Händlerlisten bieten mehr Felder, zum Beispiel Konfektionsgrößen, Versandangaben und Rückgabebedingungen. Beide Klassen überschneiden sich, und wer die Pflichtfelder der Händlerlisten erfüllt, kann in der Regel auch für Produkt-Snippets in Frage kommen (Google Search Central: Product).

Mögliche Zusätze sind Bewertungen, Pro und Contra, Versandkosten, Verfügbarkeit und Preisentwicklung. Google betont, dass die Anzeige dieser Ergänzungen im Ermessen der jeweiligen Darstellung liegt und sich ändern kann. Deshalb sollst du so viele Produktinformationen wie möglich liefern, ohne dich auf eine konkrete Darstellung zu verlassen. Bei Varianten (Größe, Farbe) hilft eine Auszeichnung der Varianten, damit Google erkennt, welche Produkte zusammengehören. Zusätzlich empfiehlt Google, Rückgabe-Richtlinie und Treueprogramm unter Organization zu hinterlegen (Google Search Central: Product).

In WooCommerce und Shopify erzeugen Themes oder Plugins viel Product-Markup automatisch. Das spart Arbeit, birgt aber eine Kontrollaufgabe: Prüfe stichprobenartig, ob Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen im Markup mit dem sichtbaren Angebot übereinstimmen. Zwei Quellen für dieselben Daten, etwa Theme und SEO-Plugin gleichzeitig, führen leicht zu doppeltem oder widersprüchlichem Markup. Entscheide dich daher für eine Quelle und deaktiviere die andere. Dasselbe gilt für Bewertungsplugins, die ihr eigenes Markup mitliefern.

Wie setzt du Schema Markup Schritt für Schritt um?

Der Ablauf folgt Googles eigener Anleitung: zuerst ein passender Typ, dann Pflichtfelder, Test und Kontrolle. So gehst du vor:

  1. Lege fest, welche Seitentypen du hast (Startseite, Leistungsseite, Produkt, Beitrag) und welcher Typ aus der Google-Galerie dazu passt.
  2. Erzeuge das JSON-LD mit allen Pflichtfeldern und möglichst vielen passenden empfohlenen Feldern. Bei WordPress übernehmen das oft SEO-Plugins oder das Theme, bei individuellen Seiten das Template.
  3. Prüfe die Auszeichnung im Rich Results Test und behebe kritische Fehler.
  4. Rufe die URL im URL-Inspection-Tool der Search Console ab und kontrolliere, ob Google das Markup findet. Die Seite darf nicht per robots.txt, noindex oder Login gesperrt sein.
  5. Veröffentliche zuerst auf wenigen Seiten, beobachte die Berichte zu Rich-Result-Status in der Search Console und rolle dann auf die gesamte Vorlage aus.
  6. Kontrolliere nach Template-Änderungen, ob das Markup weiterhin korrekt ausgeliefert wird.

Die Schritte entsprechen Googles Anleitungen für Local Business und Organization. Laut Google kann es nach dem Veröffentlichen mehrere Tage dauern, bis neue Seiten gefunden und gecrawlt sind. Google empfiehlt dafür, eine Sitemap einzureichen.

Welche Fehler solltest du vermeiden?

Die häufigsten Probleme liegen in Markup, das nicht zur sichtbaren Seite passt. Typische Fälle sind Bewertungen im Code, die auf der Seite nicht stehen, falsche Preise, die nach einem Update nicht mitgezogen werden, oder Markup für Inhalte, die gar nicht auf der Seite sind. Google nennt ausdrücklich, dass Markup den sichtbaren Inhalt abbilden muss und aktuell zu halten ist (Google: Richtlinien für strukturierte Daten). Bei Bewertungen gilt zusätzlich: Eigene Selbstbewertungen für das eigene Unternehmen sind nur eingeschränkt erlaubt (siehe Tabelle).

Ein weiterer Stolperstein ist Zeit: Weil Google Seiten erst neu crawlen muss, sieht man Änderungen im Rich-Result-Bericht nicht sofort. Vergleiche deshalb erst nach einigen Wochen und nutze für einzelne Seiten die Möglichkeit, eine erneute Indexierung anzufordern.

Ein zweiter Fehler ist die Erwartung, korrektes Markup führe automatisch zu einem Rich Result. Google schreibt dazu klar, dass korrektes Markup ein Rich Result ermöglicht, aber nicht sicherstellt (Google Search Central).

Braucht Schema Markup für AI Overviews und KI-Suche?

Für Googles generative KI-Funktionen ist Schema Markup nicht erforderlich. Der Leitfaden sagt, es gebe kein spezielles Schema.org-Markup für generative KI-Suche, empfiehlt aber, strukturierte Daten als Teil der SEO-Strategie weiter zu nutzen, weil sie bei der Berechtigung für Rich Results helfen (Google: Optimierung für generative KI). Google betont außerdem, dass strukturierte Daten mit dem sichtbaren Text übereinstimmen sollen (Google Search Central: KI-Funktionen). Details dazu findest du in unserem Beitrag zu Google AI Overviews.

Wenn du die Auszeichnung nicht selbst pflegen willst, richten wir sie im Rahmen unserer SEO-Betreuung zusammen mit Website und Technik ein. Lass uns über die Kontaktseite darüber sprechen.

Häufige Fragen

Was ist Schema Markup?

Schema Markup sind strukturierte Daten, meist im Format JSON-LD, die Suchmaschinen den Inhalt einer Seite maschinenlesbar beschreiben, etwa Produkt, Unternehmen oder Artikel. Sie stammen aus dem Vokabular von schema.org. Google nutzt sie, um Seiten zu verstehen und Rich Results anzuzeigen.

Zeigt Google FAQ-Rich-Results noch an?

Nein. Google zeigt FAQ-Rich-Results seit dem 7. Mai 2026 nicht mehr an und hat die zugehörige Dokumentation im Juni 2026 entfernt. Schon seit 2023 gab es sie nur noch für bekannte Behörden- und Gesundheitsseiten.

Verbessert Schema Markup mein Google-Ranking?

In Googles Dokumentation steht kein direkter Rankingvorteil. Schema Markup hilft beim Verständnis der Seite und ermöglicht Rich Results. Ob sich das auf die Klickrate auswirkt, kannst du in der Search Console für deine Seiten prüfen.

Welche Schema-Typen sind für eine Firmenwebsite sinnvoll?

Meist reichen Organization für die Startseite, LocalBusiness bei lokalem Bezug, Article oder BlogPosting für Beiträge, BreadcrumbList für die Navigation und Product bei Shops. Welche davon Rich Results auslösen, steht in Googles Galerie der unterstützten Funktionen.

Wie teste ich strukturierte Daten?

Nutze den Rich Results Test von Google für die Prüfung vor dem Livegang und das URL-Inspection-Tool in der Search Console, um zu sehen, ob Google das Markup findet. Nach dem Livegang zeigen die Rich-Result-Berichte, ob Fehler auftreten.

Brauche ich Schema Markup für AI Overviews?

Nein. Laut Googles Leitfaden gibt es kein spezielles Schema.org-Markup für generative KI-Suche. Google empfiehlt es trotzdem weiter für die Berechtigung zu Rich Results, solange das Markup zum sichtbaren Text passt.

Quellen

  1. Introduction to structured data markup in Google Search Google Search Central, 2026
  2. General structured data guidelines Google Search Central, 2026
  3. Structured data search gallery Google Search Central, 2026
  4. Changes to HowTo and FAQ rich results Google Search Central Blog, 2023-08
  5. Farewell, Sitelinks Search Box Google Search Central Blog, 2024-10
  6. Simplifying the search results page Google Search Central Blog, 2025-06
  7. Latest documentation updates Google Search Central, 2026-10
  8. Organization structured data Google Search Central, 2026
  9. Local business structured data Google Search Central, 2026
  10. Product structured data Google Search Central, 2026
  11. Article structured data Google Search Central, 2026
  12. Breadcrumb structured data Google Search Central, 2026
  13. Review snippet structured data Google Search Central, 2026
  14. Optimizing your website for generative AI features on Google Search Google Search Central, 2026-05
  15. AI features and your website Google Search Central, 2026

Stand: Oktober 2026. Angaben ohne Gewähr, keine Rechtsberatung.

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